Die nächsten Wochen

Samstag, 03.11.2012


Über die nächste Woche gibt’s nicht allzu viel zu berichten. Am Samstag war ich hier das erste Mal Fußball spielen. War echt
schön mal wieder gegen das Leder treten zu dürfen. Die Arbeitswoche nahm für
mich kein Ende. Auch am Sonntag war arbeiten angesagt. Zur Zeit ist nämlich sehr
viel Betrieb hier. Denn der Overseas-Markt insbesondere Europa boomt zu dieser
Zeit. Das ist keine Überraschung denke ich. Es ist ja Winter dort. Für mich ist
das jedoch immer noch nicht so richtig vorstellbar. Hier sind es nämlich
tagsüber immer noch 30°C. Gegen Ende November wird jedoch auch hier der
„Winter“ kommen. Sobald die kalte Luft aus dem Norden GZ erreicht wird es
kälter. Dann herrschen hier tagsüber Temperaturen von 25°C und Nachts 15°C.
Ganz selten sinkt das Thermometer dann auch mal auf 5°C.

Das reicht dann jetzt aber erst einmal. Ich halte euch
auf dem laufenden.

Die Nationalfeiertage

Samstag, 03.11.2012

Nach dem Abschluss der ersten Woche waren dann hier die
Nationalfeiertage. Zu dieser Zeit hat für gewöhnlich ganz China frei – für
gewöhnlich eine ganze Woche, bei mir ging es jedoch am Donnerstag schon weiter.

Die ersten freien Tage habe ich mit den indischen
Geschäftskunden verbracht, um sie ein wenig herumzuführen. Am Abend haben wir
dann ein Hot-Pot Restaurant besucht, nachdem wir ca. eine Stunde eine Bar
gesucht haben – erfolglos.

Ich weiß ja nicht ob jeder Leser schon mal von Hot Pot
gehört hat. Deswegen die Erklärung: Im Prinzip bestellt man wie sonst auch hier
in China diverse Speisen. Die werden dann vom Kellner gebracht, mit dem kleinen
aber feinen Unterschied, dass alles Roh ist. An jedem Tisch befindet sich eine
Keramik-Heizplatte, auf der sich ein Topf mit zwei separaten Bereichen für 2
Suppen befindet. Die eine ist in der Regel sehr scharf, die andere angenehm.
Wenn man nicht zuviel in der scharfen Suppe gart, ist es noch angenehm, isst
man jedoch zu viel, wird es ganz schön warm um die Brust. Aber ich muss sagen,
das ich während meiner Zeit hier eine besondere Vorliebe für scharfes Essen
entwickelt habe. Soviel zum Hot Pot.

Dazu gab es noch chinesisches Light-Bier von denen wir,
aus Sicht der chinesischen Angestellten deutlich zu viel trinken konnten. Ihr
solltet wissen, dass der „gemeine Chinese“ in der Regel nicht über das Enzym
Alkoholdehydrogenase verfügt und deshalb Alkohol nur sehr langsam abbauen kann.
Auf Deutsch – mehr als 250ml ist für sie nicht drin.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder in die Stadt.
Sightseeing und für meine indischen Freunde auch noch Shopping. Am Abend ging
es dann in das mit Abstand beste Restaurant, in dem wir waren. Der Service, das
Essen das Ambiente – perfekt. Auf jedem Tisch war ein Grill platziert auf dem
man georderte Speisen nach Belieben grillen konnte. Es hat uns so gut gefallen,
dass wir am nächsten Abend glatt nochmal dort waren.

Am Tag ging der Flug der Inder und Abschied war angesagt.
Nach der 50 Minütigen Fahrt zurück ins Apartment war ich ziemlich geschafft. Ein
Highlight an diesem Tag war dann noch die „Taxi“ Fahrt. Ich habe kein
konventionelles gesehen und so bin ich mit einem Mopedfahrer nach Hause
getuckert. Das war vielleicht eine wilde Fahrt. Sie begann wie sollte es auch
anders sein in umgekehrter Richtung auf einer Schnellstraße! Um das zu managen
hat er die ganze Zeit gehupt damit ihn bzw. uns auch alle sehen. Das war das
erste Mal wo mir das gehupe recht war. Alles in Allem aber ein spannendes Erlebnis.
Und bei Temperaturen von 30°C tut der Fahrtwind auch richtig gut!

Viel war an diesem Tag nicht mehr los. Ich ging also
schlafen und sollte am nächsten Morgen liebevoll geweckt werden – Bauarbeiten!
In der Wohnung über mir hantierten die Arbeiter mit dem Presslufthammer! Es war
so laut, dass ich sofort Joggen ging, danach kurz unter die Dusche sprang und
die Wohnung in Richtung Stadt verließ. Mein Ziel war das GTLAND Plaza in der
Innenstadt. Das ist ein wirklich riesiger Komplex, der außerdem mit noch vielen
weiteren Plaza’s verbunden ist. Ein Ort zum Schnäppchen machen ist das jedoch
nicht – im Gegenteil! Es ist zwar nicht teuer hat aber in etwa das Preisniveau
von Deutschland. Wer also denkt, geh nach China da ist alles billiger der liegt
falsch. Man muss schon die richtigen Plätze kennen um zu sparen. Nach einem Tag
Sightseeing ging es dann zurück um am Abend noch etwas zu entspannen. Gegen 21:30
kam ich also zurück in mein ruhiges Apartment. Dort angekommen legten die
Bauarbeiter aber, als hätten sie auf mich gewartet wieder los. Ich bin aber
ruhig geblieben und habe noch eine halbe Stunde gewartet und sollte für meine
Geduld belohnt werden. Danach war es wirklich ruhig.

Am nächsten Morgen dann das selbe Spiel. Ich bin also
wieder in die Stadt um mir noch andere Orte anzuschauen. Viel historisches gibt
es in GZ nicht mehr. Die Regierung hat mehr Wert auf Skyscraper und Plaza’s gelegt
und alles andere dem Erdboden gleich gemacht. Schade eigentlich. Einige meine
Kollegen haben mir erzählt, dass GZ früher vor allem wegen seiner
Sehenswürdigkeiten berühmt war. Davon ist jetzt aber nichts mehr übrig. Diesmal
war ich etwas zeitiger zuhause – ich musste am nächsten Tag wieder arbeiten.

Bis Samstag war es dann aber nun nicht mehr so lang hin.

Am Abend des letzten Wochenarbeitstages hab ich ein paar
Kollegen zum kochen eingeladen. Ja richtig! Kochen! Ich habe tatsächlich
gekocht und keine Nudeln. Hab eine chinesische Gemüsepfanne gemacht. OK es war
wohl eher ein Experiment – aber ein erfolgreiches. Es hat alles geschmeckt. Ein
Samstagabend in China ist jedoch ein wenig anders. Schon während des Essens
musste wir eine komische Show anschauen. Und auch nach dem Essen haben wir
lediglich fern geschaut, bis dann alle gegen 22 Uhr meine Wohnung verließen.
Das ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Aber naja ich bin ja nun hier um alles
über diese Kultur und die Menschen zu lernen. so ist das nunmal.

Hong Kong

Samstag, 03.11.2012

Am Ende meiner ersten Arbeitswoche ging es dann nach Hong
Kong um mein Geschäftsvisum abzuholen. 2h mit dem Zug und schon war ich dort! Verdammt
schnell. Das beeindruckende an der Fahrt war, dass man keine Grenze zwischen
den Städten GZ, Shenzen und Hong Kong wahrnimmt, obwohl eine Strecke von ca.
150 Km zurückgelegt wurde. In Hong Kong
angekommen habe ich dann einen Agenten getroffen, der mir meinen Reisepass
abgenommen hat – das war gegen 11 Uhr. Abgeholt habe ich es dann um 18:30 Uhr.
Nachdem ich meinen Reisepass abgegeben hab, wollte ich dann meine Zug zurück
nach GZ buchen um 19:30 Uhr sollte der fahren. Aber Pustekuchen, denn der war ausgebucht.
Das sowas passiert hatte ich mir schon fast gedacht. Im Nachhinein war es aber
das Beste was mir passieren konnte. So hatte ich mehr Zeit, mir diese tolle
Stadt anzuschauen. Mit dem Buchen eines Hotels musste ich jedoch warten bis ich
meinen Pass zurück hatte – ohne Ihn ist das nämlich nicht möglich. Also ab ins
nächste Taxi „Downtown please“ und los gings. In HK spricht nämlich so gut wie
jeder Englisch. Das hat meinen Aufenthalt dort in gewisser Weise zu Urlaub
gemacht. Ich habe mir dann einige Malls, Denkmäler und Parks angesehen. Mehr
war in der kurzen Zeit leider nicht drin. Danach gings wieder zurück zum
Bahnhof, wo ich mein Visa zurückbekam. Dann konnte ich auch endlich ein Hotel
buchen. Leider war zu diesem Zeitpunkt dann schon fast alles ausgebucht. Ich
musste also eines nehmen, dass auf einer Insel lag. Die Adresse stand auf der
Buchungsbestätigung. Dann gings ab zum Taxistand. Ca. 100 HK $ sollte es
kosten, so die Frau der Reiseagentur. Doch mal wieder sollten die Leute
versuchen mich übers Ohr zu hauen. Am Stand angekommen sprach mich ein
Taxifahrer an wo ich denn hin wollte. Ich habe Ihm die Adresse gezeigt und da
sagt er zu mir ganz frech „250“. Ich war entsetzt – und mal wieder etwas
enttäuscht über diesen Abzock Versuch. Doch dann dachte ich mir, jetzt drehst
du den Spieß mal rum:

„40“ hab ich gesagt. Er schaut mich entsetzt an und lacht
darüber. Ich drehe mich um spüre aber, dass er versucht mich aufzuhalten. „100“
sagt er, „80“ antworte ich ihm.

„90“

„75“.

„90“

 Ich wiederum ganz dreist „70“ und er schlägt ein.

Man muss sich einfach durchbeißen hier. Umso härter man sich hier gibt, desto mehr wird mal wohl geschätzt. 20 Minuten
später lässt er mich dann aus dem Taxi und sagt mir wir wären da.
Fälschlicherweise. Das Hotel lag noch ca. 1 Km entfernt. Aber den bin ich dann
einfach zu Fuß gelaufen, nachdem ich einen netten Italiener nach dem Weg
gefragt habe. Er hatte ein Restaurant dort. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich
später zum Essen vorbei komme. Sein Gesichtsausdruck verriet mir aber, dass er
sehr daran zweifelte. 10 Minuten später war ich dann endlich da. Kurz im Hotel
eingecheckt und dann nochmal raus – ich hatte großen Hunger. Aber Wohin?!
Achja, da war doch noch was. Also nochmal zurück zum Italiener und dort
köstliche Pasta gekostet. Der Besitzer war so begeistert davon, dass ich mein
Wort gehalten hab, dass er sich dazu gesetzt hat und wir dann über so ziemlich
alles Mögliche gequatscht haben. Das schätze ich sehr an den Menschen die in
Hongkong leben. Sie sind eigentlich wirklich nett. Allzu lang ging das jedoch
nicht, da ich ja am nächsten Tag früh raus musste um meinen Zug zu bekommen,
denn arbeiten musste ich am Samstag ja auch noch.

  Statue der zwei Hände Park in HK Park in HK (2)

Die Arbeit beginnt

Samstag, 03.11.2012

Ich wurde von Marvin, dem Vice General Manager abgeholt und zur Arbeit gebracht. Meine Unterkunft bis Samstag war dann mal wieder ein Hotel. Zwar genieße ich in der Regel diese Aufenthalte, wenn man jedoch seit über einer Woche nur im Hotel ist, nervt es dann doch ein wenig. Nachdem die Arbeitswoche beendet war (am Samstag!), zog ich in mein Apartment. Ich brauche zum Unternehmen zu Fuß lediglich 15 Minuten. Auch die Anbindung zur Stadt ist OK, wenn auch nicht ideal. Zum Zentrum sind es 40 Minuten. Anfangs war es ziemlich mühsam, da ja hier nur wenige Leute Englisch sprechen. Viel mit Nachfragen ist da also nicht. Ich habe immer einen Zettel dabei, wo die Zieladresse und natürlich auch die meines Apartments auf chinesischen Zeichen niedergeschrieben sind – nur für den Fall der Fälle. Aber zurück zur Arbeit. Ich habe hier mein eigenes Büro. Meine Aufgabe, ist das Optimieren der Abläufe in der Produktion. Kommen jedoch Oversea-Kunden, bin ich immer bei den Geschäftsessen dabei um sie zu betreuen. Dann wird es schon mal 23 Uhr und später. In der Regel gestaltet sich das jedoch höchst interessant. Die bisherigen Geschäftspartner kamen nämlich aus England, Indien, Australien, Malaysia, Taiwan, Kanada, Polen, Cost Rica und Hongkong. Der kulturelle Austausch und das gute Essen dabei sind eine gute Kombination. In China werden die Geschäfte hauptsächlich beim Essen gemacht. Man muss da immer konzentriert bleiben, da es sehr plötzlich zu Sache geht. Auch beim Essen muss man deshalb immer bei der Sache bleiben um einerseits Details mit zu bekommen, andererseits nicht in eins der vielen Fettnäpfchen zu treten. Wenn man jedoch seinen Gegenüber ausreichend beobachtet und sich an seinem Verhalten orientiert, ist es halb so wild.

Klappe die zweite:

Samstag, 03.11.2012

Da meine freie Zeit hier sehr begrenzt ist, komme ich
erst jetzt dazu, weiter zu berichten:

Nach meiner Ankunft in Guangzhou, ging es nach einigen
hin und her ins Hotel. Dort haben wir dann die Master-Studenten incl. der
Professoren begrüßt.

Am nächsten Morgen ging es dann zum Sight-Seeing. Auf dem
Plan standen das 5 Ziegen Denkmal (die 5 Ziegen sind auch auf dem Wappen der
Stadt und stehen für Fleiß – leuchtet ein oder^^), das Zentrum, das Grabmal desSocial Party Palace
Kaiser Zhao Mei, der Panyu-Mountain und die Sun Yat-Sen Gedächtnishalle. Alles
in allem sehr beeindruckend! Auch das Essen zwischendrin war richtig gut.Willkommen im Fischrestaurant

Was sich alles in allem wenig anhört, füllt ohne Probleme
einen Tag aus. Immerhin liegen teilweise 40 Minuten Busfahrt zwischen den
Ausflugszielen. Am Abend steht dann noch eine Bootstour auf dem Pearl River an.
Die Stadt verwandelt sich bei dieser Tageszeit zu einer Ansammlung von
LED-Lichtern. Alles blinkt! Sogar die Bäume werden mit Lichterketten und
Leuchtstäben ausgestattet. Alles in allem – tooo much, wie ich finde. Aber so
ist das hier in China nunmal. Wenn der Nachbar 20 Lichterketten besitzt um
aufzufallen, werden eben einfach mal 25 gekauft um die Aufmerksamkeit der Leute
auf das eigene Geschäft zu lenken. Der Plan geht natürlich nicht auf, denn die
Masse an Lichtern irritieren anfangs, später beginnt man dann sie zu
ignorieren, da ja alles leuchtet. Aber zurück zur Fahrt:

Sie hat zwar nur 25 Minuten gedauert, war jedoch trotzdem
ein Erlebnis, dass ich nicht missen möchte.

Der Guangzhou-Tower ist der zweithöchste Fernsehturm der
Welt – mit einer Gesamthöhe von 600m! Er wird durch mehrere tausend LEDs gut in

Szene gesetzt, was ihn definitiv zum Highlight dieser Tour machte.Canton Tower

An den folgenden Tagen waren Firmenbesichtigungen
angesagt. Die schlechten Bilder, die wir erwartungsgemäß im Hinterkopf hatten,
bestätigten sich in keinster Weise. Im Vergleich zu deutschen Unternehmen, gibt
es natürlich deutliche Unterschiede, jedoch waren Struktur und Produktionsabläufe
annehmbar.

Am Donnerstag wurden dann noch die Universitäten-Insel
besichtigt. Eine beeindruckende Ansammlung verschiedenster Universitäten, die
Summa Summarum 200‘000 Studenten beherbergen. Errichtet wurde sie in nur 4
Jahren! 2010 fanden in Guangzhou die Asia-Games satt, was die Stadtverwaltung
dazu veranlasste, viele Bauwerke zu errichten und die Infrastruktur zu
erweitern. Seit diesem Jahr gibt es auch die Guangzhou-Metro, deren Netz immer
noch ausgebaut wird (um noch ca. 500km!!!).

Nach diesem Besuch hieß es dann Abschied nehmen von einer
tollen Truppe, die in den vergangen Tagen viel Spaß zusammen hatte.  

Zum Abschluss noch eine tolle Geschichte zum Abschluss:

Im Bamboo Park haben wir diese Statue mit der Schildkröte und die Schlange. Es gab wohl vor tausenden von Jahren eine Party für Tiere. Der Haken war aber, dass man mindestens 5000 Jahre alt sein musste um hinein zu kommen. Die Schildkröte war jedoch nur 3000 Jahre und die Schlange nur 2000 Jahre alt. Um hinein zu gelangen arbeiteten Sie zusammen um kamen somit zum Ziel. Da kann man sich doch glatt ein Beispiel dran nehmen! ;)

   das neueste Modell!Bamboo Park

Die ersten Tage

Sonntag, 28.10.2012



Hallo und Herzliche Grüße aus Hangzhou!



Zwar haben einige von euch schon eine Mail über die
ersten Tage erhalten, doch ist es nun – endlich, an der Zeit einen Blog über
meine Erlebnisse hier zu veröffentlichen.



„Dann beginnt es also.“ Viel Spaß beim Lesen. Über
Feedbacks freue ich mich natürlich sehr!



Ich habe momentan ein wenig Luft, da mein Flug nach
Guangzhou nun doch später geht, also geplant. Momentan sitze ich, bei
chinesischer Live-Musik (eine Pianistin sitzt mir gegenüber und grinst mich ab
und zu an), in der Lobby des Marco Polo Hotels inmitten von Hangzhou. Ich werde
mich in Zukunft das ein oder andere mal melden um ein paar neue Geschichten
erzählen. Aber nun nochmal zurück zum Anfang meiner Reise in das Land der
aufgehenden Sonne:



Am 12.09. um 9:15 ging mein Flieger aus Berlin Tegel in
Richtung Amsterdam. Was zunächst etwas komisch klingt, da es ja die
entgegengesetzte Richtung ist, macht nach jetzigen Wissstand sogar Sinn! Denn
dort gibt es den einzigen Direktflug nach Hangzhou, was ca. 2h von Schanghai
entfernt liegt. Man könnte sagen es ist ein kleiner Vorort, denn hier leben nur
6,8 Millionen Menschen.



In Amsterdam hatte ich mehrere Stunden Aufenthalt, die
ich genutzt habe um den Airport mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Um 14 Uhr
war das Boarding weshalb ich ca. eine viertel Stunde vorher am Gate war. Doch
als ich dort ankam war ich zunächst geschockt und verwundert. Neben ca. 10
anderen Europäern warum dort nur Chinesen. Ich befand mich wohl in einem Moment
geistiger Umnachtung, was mich in diesem Moment dann sehr belustigte -  zu meiner Verteidigung ich hatte in Berlin
eine sehr kurze Nacht. Der Flug war eine erste kulturelle Vorbereitung:



Im Gedränge suchen die Chinesen sehr hartnäckig
Körperkontakt und werden sauer wenn man es wagt eine auch nur 20 cm große Lücke
zum Vordermann zu lassen. Mein Nachbar im Flugzeug hatte offenbar Schnupfen,
weshalb er andauernd schniefte.



 Ich möchte meine
Erfahrungen auch nutzen um euch die Kultur etwas näher zu bringen nutzen:



Nase putzen ist hier offenbar sehr verpönt. Auch musste
ich mich zunächst an das Schmatzen gewöhnen aber dazu später mehr.



Nach einem 10 stündigen Flug dann ein erster Blick raus
aus dem Fenster. Und was habe ich dort gesehen? Richtig! Reisfelder :D



Nach weiteren 3h am Flughafen wurde ich schließlich von
unserem Chef abgeholt. Wir liefen ein Stückchen wo wir uns mit Charles und
Michael treffen sollten. Nach wenigen Minuten kamen Sie dann auch. Es ist Mode,
dass sich junge Chinesen auch europäische Namen geben, weshalb es sich entgegen
einiger Vermutungen nicht um Amerikaner handelt. Sie begrüßen uns herzlich.
Beide sprechen gut Englisch, weshalb wir uns sehr gut mit Ihnen verständigen
können. Wir laden das Gepäck in den Wagen von Charles ein und fahren mit der
E-Klasse von Michael nach Ningbo, was ca. 40 Autominuten entfernt ist. Zunächst
wollen wir Mittag essen und fahren deshalb in etwas, das einem Palast
wahrscheinlich am nächsten kommt. Es ist ein 5 Sterne Hotel mit einem tollen
Buffet. Das Essen war sehr gut und auch der Umgang mit den Chop-Sticks fällt
mir nicht schwer. Nach einer halben Stunden machen wir uns dann weiter auf den
Weg zum Unternehmen TC, einer unserer Lieferanten, der auditiert werden soll
und an einem unserer Messsysteme interessiert ist. Offenbar so stark, dass der
Deal direkt nach der Präsentation steht.



Nach einer kurzen Hotelnacht ging es dann am nächsten
Morgen zurück nach Hangzhou, wo noch ein riesiges Werk auditiert werden musste.
Ziemlich beeindruckend! Ein Gelände mit ca. 5000 Mitarbeitern. Die Magnetsparte
ist jedoch neu und deshalb arbeiten hier nur 290 Mitarbeiter.



Nach der Besichtigung einer weiteren taiwanischen Firma
kommen wir dann gegen 22 Uhr sehr kaputt am Hotel an.



Heute habe ich jedoch ein wenig Zeit um mir die Stadt
näher anzuschauen, oder besser gesagt den West Lake. Blick auf den West lake

Das ist ein großer See.
War schon schön ihn zu sehen aber es ist dann halt doch nur ein chinesischer
See. Den Hype der Menge und ganz Chinas verstehe ich deshalb trotzdem nicht.
Nach dem Trip geht es zum Flughafen.    Mein Chef nimmt den Flieger um 15 Uhr nach
Guangzhou, ich nehme die Maschine um 17 Uhr. –Denkste!-



Wir sind erst gegen 19 Uhr losgeflogen! Vom Flughafen aus
brauche ich dann noch eine Stunde ins Hotel, wo mir die Masterstudenten
treffen. Ich komme also gegen 23:30 an.



Soviel erstmal von mir! Weitere Berichte folgen!

Zai jian!



 

Bald geht es los

Sonntag, 28.10.2012

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.